Häufig gestellte Fragen - Messorte

Frage: In meiner Gemeinde wurden vor einiger Zeit Feldstärkemessungen durchgeführt. Warum finde ich diesen Messort nicht in der kartographische Datenbank? 

Antwort: Dafür kann es zwei Gründe geben. Entweder wurde die Messung noch nicht in die Datenbank aufgenommen, weil der Datensatz noch nicht geprüft und ausgewertet wurde. Oder es handelt sich um eine Feldstärkemessung, die nicht von der BNetzA durchgeführt wurde und den erforderlichen Qualitätsmaßstab, der in der Messvorschrift der Bundesnetzagentur verankert ist, nicht erfüllt.  

 

Frage: Ich habe den Eindruck, dass Feldstärkemessungen immer nur dann durchgeführt werden, wenn das Gesprächsaufkommen gering ist. Will die Bundesnetzagentur damit die Messergebnisse und Feldstärkewerte schön färben? 

Antwort: Keineswegs. Die Messungen werden so organisiert, dass der  Einsatz der Messtrupps möglichst kosteneffizient ist. Messungen können deshalb zu den unterschiedlichsten Tageszeiten stattfinden.  Eine Messung dauert übrigens bis zu mehrere Stunden.

 

Frage: Bei der Messung von Funkanlagen werden Feldstärkemesswerte aufgenommen. Warum finde ich keinen einzigen Feldstärkewert in der Datenbank? 

Antwort: Zur Bewertung der örtlichen Gesamtimmission werden alle relevanten Feldstärken aufgenommen und entsprechend der anzuwendenden Summenformeln ausgewertet. Diese Summenformeln, die aufgrund der zu addierenden Quotienten von messtechnisch ermittelter Feldstärke und Grenzwert als Ergebnis einen  dimensionslosen Wert haben,  werden schnell unübersichtlich. Um dennoch eine verständliche Darstellung  zu ermöglichen, wurde das Ergebnis  in Form eines Balkendiagramms dargestellt. Für jeden Messort wird das Bewertungsergebnis in einem eigenen Informationsfenster angezeigt.

 

Frage: Lassen sich die Angaben im Balkendiagramm des Infofensters bestimmten Funkanlagen zuordnen – etwa dem nahe gelegenen Mobilfunkmast? 

Antwort: Nein. Am Messort werden alle relevanten Feldstärken von umliegenden Funkanlagen erfasst. Dabei ist nicht immer die nächstgelegene Funkanlage die dominante Feldquelle. Oftmals werden gerade in der Nähe von Mobilfunkanlagen wesentlich höhere Feldstärken von entfernteren leistungsstarken Rundfunksendern erfasst. 

 

Frage: Ich habe gehört, dass die Messergebnisse zeit- und ortsabhängig sind .  Wie ist das möglich? 

Antwort: Die zu einem bestimmten Zeitpunkt an einem Ort gemessenen Feldstärken hängen  von der Umgebung und den zum Zeitpunkt der Messungen vorhandenen Feldstärken ab. Das exakte Messergebnisses  ist deshalb nur für den konkreten Messort und den Zeitpunkt der Messung  gültig. Da aber die Grenzwerte meist sehr weit unterschritten werden, kann natürlich auch von der Einhaltung der Grenzwerte im näheren Umfeld des Messortes ausgegangen werden.

 

Frage: Warum werden überhaupt Feldstärkemessungen durchgeführt? Es gibt doch in Deutschland das von der Bundesnetzagentur durchgeführte Standortverfahren zur Begrenzung der Feldstärken von Funkanlagen.

Antwort: Die Einhaltung der Grenzwerte zum Schutz von Personen  in elektromagnetischen Feldern ortsfester Funkanlagen ist durch das Standortverfahren  gewährleistet. Bei der Bewertung ortsfester Funkanlagen geht die Bundesnetzagentur von der maximal möglichen Anlagenauslastung aus und legt den einzuhaltenden Sicherheitsabstand im Sinne des Personenschutzes immer zu Ungunsten des Betreibers fest. Die Zuverlässigkeit des Standortverfahrens wird im Rahmen der EMF-Messreihe auch messtechnisch dokumentiert. Wie die Messergebnisse dieser Messreihen zeigen, ist das Standortverfahren der Bundesnetzagentur sehr effizient.

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