Bundesnetzagentur

BOS

Im Überblick

BOS-Bündelfunk

Die BDBOS ist für die Gesamtkoordinierung des Konzepts zur Einführung des Digitalfunks BOS (Behörden und Organisationen mit Sicherheitsaufgaben) verantwortlich. Dieses Digitalfunknetz basiert auf dem TETRA-Standard und löst den Analogfunk ab. TETRA wurde im Jahre 1995 von dem Europäischen Institut für Telekommunikationsnormen (ETSI) als digitaler Bündelfunk standardisiert. Der Bündelfunk dient dem drahtlosen Austausch von Informationen geschlossener Benutzergruppen.

Der digitale Bündelfunk ist eine Mobilfunkanwendung für Sprach- oder Datenübertragung mit einer oder mehreren Versorgungszellen. Er arbeitet im 400-MHz-Bereich (BOS) und im 900-MHz-Bereich (andere öffentliche und private Unternehmen).

Ähnlich den Mobilfunksystemen GSM und UMTS arbeitet TETRA mit Fahrzeuggeräten und Handys auf der Endgeräte-Seite sowie mit Basisstationen, die Verbindungen zu anderen Punkten im Netz herstellen. Überschreitet ein Endgerät die Grenze zwischen zwei Zellen, findet ein Handover statt, bei dem eine bestehende Verbindung an die nächste Zelle weitergegeben wird. Für eine flächendeckende Versorgung Deutschlands wird derzeit von einem Bedarf von ca. 5000 Basisstationen ausgegangen. Während in Deutschland bereits verschiedene TETRA-Netze kommerzieller Unternehmen in Betrieb sind, koordiniert die "Bundesanstalt für den Digitalfunk der Behörden und Organisationen mit Sicherheitsaufgaben" derzeit den Aufbau eines TETRA-Netzes für die BOS, der voraussichtlich bis 2013 abgeschlossen sein wird.

Weiterführende Informationen

Ausführliche Informationen zu BOS.

 

Personenschutz

Aufgrund Ihrer Strahlungsleistung von mehr als 10 Watt (EIRP) werden die Basisstationen der TETRA – Netze von der Bundesnetzagentur auf die Einhaltung der Grenzwerte zum Schutz von Personen in elektromagnetischen Feldern überwacht.

 

Stand: 26.09.2017

Zusatzinformationen

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